January 18, 2019

Emőke Baráth - "Voglio Cantar" - JETZT ERHÄLTLICH

Am 18.01. erschien das neue Album von Emőke Baráth!

Szenen und Arien mit großer technischer Eleganz und einfühlsamem Ausdruck.

Bernhard Schrammek
kulturradio, 05.02.2019

Hommage an eine Musik-Revolutionärin zum 400. Geburtstag

Emőke Baráths Solo-Debut mit Werken von Barbara Strozzi

Freunde der Alten Musik kennen die Stimme der jungen ungarischen Sopranistin Emőke Baráth bereits: An der Seite des französischen Star-Countertenors Philippe Jaroussky wirkte sie bei den Erato-Alben La Storia di Orfeo, der Gesamtaufnahme von Glucks Orfeo ed Euridice und Händels Partenope mit. In ihrer steilen Konzert- und Opernkarriere legt sie neben Werken von Mozart, Mahler oder Mendelssohn ebenfalls den Schwerpunkt auf die Barockmusik. Mit ihrem ersten Soloalbum als Erato-Exklusivkünstlerin liefert sie nun eine Entdeckung: Das Programm mit Werken aus dem barocken venezianischen Opernrepertoire würdigt Barbara Strozzi (1619­–1677) – die erste Komponistin überhaupt, die unter ihrem eigenen Namen Werke veröffentlichte und damit in der Musikszene ihrer Zeit auch kommerziell erfolgreich war. Im August 2019 feiert die Musikwelt ihren 400. Geburtstag.
In der Barockzeit durften Frauen singen und Cembalo spielen. Komponieren aber war Männersache. Die Venezianerin Barbara Strozzi durchbrach dieses Rollenklischee, mit dem noch spätere Musikerinnen wie Mozarts Schwester Maria Anna oder Schumanns Ehefrau Clara zu kämpfen hatten, mit bewundernswertem Selbstbewusstsein. Von ihrem Vater, einem erfolgreichen Librettisten, ermutigt, komponierte sie Madrigale und Kantaten, meist für Solosopran mit Begleitung, die sie selbst in Venedig interpretierte. „Sie war eine revolutionäre Persönlichkeit“, sagt Emőke Baráth, die auf ihrem Album Voglio cantar an der Seite des Ensembles Il pomo d’oro gewissermaßen in Barbara Strozzis Rolle schlüpft – und die Komponistin damit endlich aus dem Schattendasein eines Geheimtipps holt. Der Albumtitel (deutsch „Ich will singen“) wird zum Motto von Strozzis Durchsetzungsvermögen. Neben ihren von barocker Dramatik geprägten Werken ergänzen Stücke ihrer Zeitgenossen wie etwa Pietro Francesco Cavalli das Programm.